Wie soll man Visitenkarten drucken lassen, um einen guten Eindruck zu machen?

Visitenkarten

Ein sorgfältig geplanter Entwurf garantiert leider lange noch nicht, dass das Projekt auch erfolgreich ausgeführt wird.

Natürlich ist es wunderbar, wenn Sie bereits wissen, was Sie und Ihre Firma brauchen, aber es ist bloß der Anfang. Jetzt müssen Sie die richtigen Personen für den Job finden: den Grafikdesigner und die Druckerei. In einem Idealfall entweder arbeiten die beiden in einer Firma oder einfach zusammen, sie kennen sich beruflich und haben mehrere Projekte zusammen zur Welt gebracht. 

Ein guter Grafikdesigner weiß, wer seine Entwürfe am besten bearbeitet, fragen Sie ihn also.

Wenn Sie sich für die Basisversion Ihrer Visitenkarte entscheiden, das heißt weißes viereckiges Papier mit Hauptinformationen, sollte es Ihnen nicht besonders schwer fallen, einen geeigneten Auftragnehmer für ein solches Projekt zu finden. Die einfachsten Ideen lassen sich sogar zu Hause bearbeiten. Dafür brauchen Sie bloß die richtigen Papierblätter (Bristolkarton zum Beispiel) und ein Papiermesser. Das Papier schieben Sie in den Drucker rein und am Ende schneiden Sie es auf. Diese Lösung hat allerdings ihre Nachteile:

  • höchstwahrscheinlich wird die Schnittlinie nicht perfekt, was die Kunden daran erinnern könnte, dass Sie nicht so viel auf Qualität und Genauigkeit achten;
  • der Herstellprozess wird langsam sein;
  • das visuelle Potential des Endproduktes ist in dieser Methode ziemlich eingeschränkt.

Viel professioneller werden die von Fachpersonal vorbereitete Visitenkarten ausfallen.

Ihr Herstellungsprozess soll mit der Vorbereitung des Projekts in einer geeigneten Datei beginnen. Die Druckereien unterscheiden sich, wenn es sich um die genauen Anforderungen an Formate handelt, aber es gibt ein paar Klassiker, die Sie dabei immer berücksichtigen müssen:

  • 1.

    Die Auflösung von jedem Bild, das für den Entwurf der Visitenkarte gebracht wurde, darf nicht weniger als 300 DPI (dot per inch) betragen.

  • 2.

    Die in dem Projekt verwendete Schriftart soll in der Datei eingebettet und nicht als Grafik konvertiert – somit bleibt die Schrift am Rand scharf genug.

  • 3.

    Der Anschnitt soll in den Entwurf miteinbezogen werden. Er kann zwar zusätzliche Kosten bringen, aber ohne den Anschnitt weiß man nicht, ob die gesamte Visitenkarte bedruckt wird (ohne Leerstellen am Rande zum Beispiel).

  • 4.

    Die Dateiformate sollen an die Technik und Software der Druckerei angepasst werden. Manche Druckereien akzeptieren zum Beispiel ausschließlich PDF, andere TIFF oder EPS.

Wenn unser einzigartiges Projekt bereits fertig in dem entsprechenden Dateiformat ist, dann kommt die richtige Zeit, sich die Druckart zu überlegen. Auf dem Markt werden ein paar mögliche Optionen angeboten, deren Kosten mit dem Grad ihrer Universalität zusammenhängt.

  • Am billigsten ist der populärste Offsetdruck. Diese Technik bedeutet allerdings höhere Kosten am Anfang, denn für diesen Herstellungsprozess braucht man vorher ein individuell vorbereitetes Element mit dem zu druckendenden Bild zu erzeugen um damit das Bild dann effizient und effektiv vervielfältigen zu können. Deswegen gibt es bei Bestellung größerer Mengen ein Discount – das Paper und die Tinte sind billiger als das Kopiermuster für das jeweilige Projekt.

  • Der digitale Druck mit den Großdrucker ist eine gute Option für diejenigen, die keine Tausende von ihren Visitenkarten brauchen. Der Preis wird dann niedriger sein als bei Offsetdruck, aber nur wenn wir von kleinen Mengen reden. Mit der Menge senkt hier der Preis nicht. Warum? Weil der Druckkosten für den Auftragnehmer (Papier- und Tintenkosten) senken auch nicht.

  • Letterpress Druck ist für diejenigen am besten, die auf den Preis nicht besonders achten. Es ist die älteste Druckform, wobei die Technologie mit der Zeit natürlich modernisiert wurde. Nicht jede Druckerei biete es an, was an den Kosten liegen mag, aber auch an der speziellen Methode. Man muss aber zugeben, dass die Qualität von dieser Druckart immer beeindruckt. Vor allem wenn spezielle Farben, zum Beispiel die goldene, dazu verwendet wurden.

Unabhängig davon, für welche Drucktechnologie Sie sich entscheiden, ist es wichtig den Endeffekt sorgfältig zu prüfen. Selbst die besten Fachmänner können Fehler machen, also bevor Sie für ihre Leistung zahlen, sehen Sie sich die Visitenkarten gut an, ob die Form und Qualität Ihrem Auftrag entsprechen.

Wenn die Dateien den Beschnitt beinhalten und es auf den Rändern trotzdem unbedruckte Linien gibt, wenn die Visitenkarte schief beschnitten sind oder wenn es Fehler in den Informationen gibt, die auf der Visitenkarte gedruckt werden – in solchen Fällen sollten Sie immer den Auftragnehmer darauf aufmerksam machen.

Denken Sie dabei immer daran, dass selbst das clever konzipierte Projekt durch schlechte Ausführung zerschlagen werden kann, so dass er unprofessionell erscheint. Wenn Sie sich diesmal kein Luxus leisten können, wählen Sie einfach etwas elegant schlichtes, vielleicht wird sich ihr Unternehmen bald entwickeln und dann können Sie ein neues Projekt bestellen. Besser schlicht als billig-aussehend.  

Vergessen Sie auch das Thema Aufbewahren nicht. Selbst die einfachste Visitenkarte, die Sie aus einem Etui herausziehen, wird einen besseren Eindruck machen, als ein Luxusprodukt, zerknittert in der Tasche gesteckt und dann herausgenommen. Ein Etui ist außerdem ein stilvolles Accessoire für einen stilvollen Geschäftsmensch.